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Ferlach
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BW
Ferlach (slowenisch: Borovlje) in Kärnten ist die sĂźdlichste Stadtgemeinde Ăsterreichs mit 7513 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025), Hauptort des Rosentals, Sitz eines Bezirksgerichtes und als BĂźchsenmacherstadt bekannt.
Contents
⢠Geographie
⢠Klima
⢠Nachbargemeinden
⢠Geschichte
⢠BevÜlkerung
⢠Museen
⢠Bauwerke
⢠Natur
⢠Handwerk
⢠Bildung
⢠Verkehr
⢠Politik
⢠Gemeinderat
⢠Wappen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Ferlach liegt sĂźdlich von Klagenfurt (10 km Luftlinie, 18 km StraĂe) im Zentrum des Rosentals an der Drau, die hier zum Ferlacher Stausee aufgestaut ist. NĂśrdlich von Ferlach zieht sich das Sattnitzgebirge, sĂźdlich erheben sich die Karawanken mit dem âHausbergâ Ferlacher Horn (1840 m) und dem Singerberg (1589 m), zwischen denen der Loiblbach auf die Stadt zuflieĂt.
Der hĂśchste Punkt des Gemeindegebiets ist der Gipfel der Vertatscha (2181 m), der tiefste liegt bei der Ortschaft Laak (411 m).
Klima
Gemeindegliederung
Ferlach ist in neun Katastralgemeinden gegliedert (in Klammer die slowenischen Namen): Ferlach (Borovlje), Kappel an der Drau (Kapla ob Dravi), Kirschentheuer (KoŞentavra), Unterloibl (Podljubelj), Waidisch (Bajdiťe), Unterferlach (Medborovnica), Glainach (Glinje), Seidolach (Ždovlje) und Windisch Bleiberg (Slovenji Plajberg).
Das Gemeindegebiet umfasst folgende 27 Ortschaften (Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025cite-ref-metadaten-einwohnerzahl-at-ortschaft-quelle-1-0[1]):
⢠Babniak (Babnjak) (39)
⢠Bodental (Poden) (148)
⢠DÜrfl (KajŞe) (21)
⢠Dornach (Trnje) (112)
⢠Ferlach (Borovlje) (4576)
⢠Glainach (Glinje) (67)
⢠GĂśrtschach (GoriÄe) (313)
⢠Jaklin (Jaklin) (3)
⢠Kappel an der Drau (Kapla ob Dravi) (315)
⢠Kirschentheuer (KoŞentavra) (252)
⢠Laak (Loka) (46)
⢠Laiplach (Liplje) (17)
⢠Loibltal (Brodi) (39)
⢠Otrouza (Otrovca) (69)
⢠Rauth (Rute) (4)
⢠ReĂnig (Resnik) (210)
⢠Seidolach (Ždovlje) (68)
⢠Singerberg (Žingarica) (4)
⢠Strau (Struga) (269)
⢠Strugarjach (Strugarje) (8)
⢠Tratten (Trata) (74)
⢠Unterbergen (Podgora) (163)
⢠Unterferlach (Medborovnica) (285)
⢠Unterglainach (Vesca) (31)
⢠Unterloibl (Podljubelj) (223)
⢠Waidisch (Bajdiťe) (74) samt Unter Waidisch
⢠Windisch Bleiberg (Slovenji Plajberk) (83)
Weitere Ortslagen sind die Rotte Waidisch und die Streusiedlung Plajberg.
Nachbargemeinden
Geschichte
Der Ort Ferlach dßrfte im 12. Jahrhundert entstanden sein. Die älteste urkundliche Erwähnung als VÜrelach stammt aus dem Jahr 1246. Der Ortsname spielt auf die umliegenden FÜhrenwälder (slow. Borovlje: Leute am FÜhrenwald) an.cite-ref-2[2]
Ein eisenverarbeitendes Gewerbe ist fĂźr Ferlach seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar und war durch die Erzvorkommen in den Karawanken und die Wasserkraft des Loibl- und des Waidischerbachs begĂźnstigt. Die Entwicklung als Produktionsstätte fĂźr Waffen geht voraussichtlich auf die Erhebung Klagenfurts zur Landeshauptstadt um 1529 zurĂźck.cite-ref-3[3] Vor dem Hintergrund von TĂźrkeneinfällen und Bauernaufständen erhielt das 1514 fast vĂśllig abgebrannte und wiederaufgebaute Klagenfurt von Kaiser Ferdinand I. ein städtisches Zeughaus, das entsprechend auszustatten war. Der Legende nach soll Ferdinand 1558 auch eine Hundertschaft Waffenschmiede aus LĂźttich, damals in den Ăsterreichischen Niederlanden gelegen, nach Kärnten geholt haben. In den Listen der BĂźchsenmacher konnte jedoch bisher kein einziger flämischer oder wallonischer Name identifiziert werden. Wie aus einer Anweisung Ferdinands von 1558 hervorgeht, wurden Hellebarden, Piken und Feuerwaffen zu diesem Zeitpunkt bereits in grĂśĂeren Mengen erzeugt. Der Kaiser trug dem Laibacher Zeugwart Hans Tillhopff auf, bei âHansen Pixenschmidt zu Hollenburgâ in Kärnten 400 âTopplhackhn und sovil spanische Rorâ zu bestellen.cite-ref-4[4] Die bislang frĂźhesten Erwähnungen von BĂźchsenmachern finden sich in den Unterlagen der Herrschaft Hollenburg. 1551 wird der âpuechsenschiffterâ Hans Glawitsch erwähnt, 1555 der Schlosser Hans Hueber und 1557 der âpuchsenschmidtâ Hans Butsch. Im Jahre 1641 waren im Raum Ferlach rund 41 Meister tätig. Das BĂźchsenmachergewerbe erlebte in der Regierungszeit von Kaiserin Maria Theresia seinen HĂśhepunkt und erlangte Weltruhm. Bis zu 400 Meister sind in den Hollenburger Urbaren nachweisbar. Die BĂźchsenmacher rĂźsteten neben dem Ăśsterreichischen Heer auch noch die Armeen von Frankreich, Spanien und der TĂźrkei aus. In den darauffolgenden Jahrzehnten nahm die Nachfrage nach militärischen Waffen zunehmend ab, und so konzentrierte man sich in Ferlach auf die Produktion von Jagdwaffen. Die Ferlacher Jagdgewehre, die durchwegs handgefertigt sind, genieĂen noch heute einen hervorragenden Ruf.
Die Gemeinde konstituierte sich im Jahr 1850 unter dem Namen Oberferlach. 1880 hatte das Dorf 888 Einwohner. Davon waren 561 deutsch- (63 %) und 313 slowenischsprachig (35 %).cite-ref-5[5] Oberferlach war eine Sprachinsel mit einem ßberwiegend slowenischen Umland. Anlässlich der Erhebung zum Markt im Jahr 1910 wurde die Gemeinde in Ferlach umbenannt. 1930 wurde das Stadtrecht verliehen. Eingemeindet wurden 1927 die Gemeinde Unterloibl, 1964 Unterferlach und 1973 Windisch Bleiberg.
Der 1905 geborene Ferlacher Bßchsenmacher Ivan Dovjak war einer der 13 Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus in Kärnten, die am 9. April 1943 durch Roland Freisler, den Präsidenten des Volksgerichtshofes (VGH), zum Tode verurteilt und am 29. April 1943 im Wiener Landesgericht (Gefängnis) hingerichtet wurden.
Das KZ Loibl wurde ab März 1943 im Loibltal zu beiden Seiten des Loiblpasses als AuĂenstelle des KZ Mauthausen errichtet. Bis Kriegsende mussten hier rund 1800 Häftlinge und rund 400 Zivilisten einen Tunnel durch die Karawanken unter der Grenze zwischen Slowenien und Ăsterreich graben. Dabei wurden 32 Insassen zu Tode geschunden oder vorsätzlich ermordet.
Nach der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 kam es vom 10. bis 13. Mai zu heftigen Kämpfen in und bei Ferlach zwischen Partisanen einerseits und Slowenischer Landeswehr und SS-Verbänden andererseits.cite-ref-kaernten-orf-at-6-0[6]cite-ref-7[7] Zahlreiche Gebäude Ferlachs wurden in Brand geschossen. Zwischen 3 und 50 slowenische Landeswehr-Männer wurden getĂśtet, die Zahl der toten Partisanen schwankt zwischen 18 und 180. Sie wurden auf dem ehemaligen Ferlacher Friedhof â jetzt Gregoritschpark â begraben. Die Männer der Waffen-SS und der SS-Polizei, die gegen die slowenische Landwehr gekämpft hatten, hatten keine Verluste.cite-ref-8[8]
Zwischen 8. Mai und 24. Mai kam es in der Gegend von Ferlach zu mehreren Massakern.cite-ref-kaernten-orf-at-6-1[6] Das bekannteste Massaker ereignete sich am 13. Mai 1945 im Reichmannwald in Otrouza. Dort wurden 16 slowenische FlĂźchtlinge, darunter 3 Frauen, von Partisanen ermordet, sie liegen in der Massengrabanlage am Pfarrfriedhof von Glainach begraben.cite-ref-9[9]
Im Jahr 1997 fand in Ferlach die Kärntner Landesausstellung âalles Jagd⌠eine kulturgeschichteâ statt.
BW
Im September 2023 wurde am Bahnhof der Nostalgiebahnen eine Gedenktafel enthßllt, die an die Deportation von Kärntner Slowenen, elf vertriebene Familien aus Ferlach/Borovlje, während des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg erinnern soll.cite-ref-orf3226252-10-0[10]
BevĂślkerung
Laut Statistik Austria mit Stichtag 31. Dezember 2011 hat die Stadtgemeinde Ferlach 7.272 Einwohner. Davon gehÜren 8 % der Volksgruppe der Kärntner Slowenen an.
Zur rĂśmisch-katholischen Kirche bekennen sich 81 % der GemeindebevĂślkerung, zur evangelischen Kirche 3,5 % und zum Islam 4,0 %. Als konfessionslos bezeichnen sich 9,5 %.
BevĂślkerungsentwicklung
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Siehe auch:
Liste der denkmalgeschĂźtzten Objekte in Ferlach
⢠Mit 2010 wurde das traditionelle BĂźchsenmacherhandwerk als Ferlacher BĂźchsenmacher zum Immateriellen Welterbe, wie es die UNESCO deklariert, im nationalen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbe in Ăsterreich erklärt.cite-ref-11[11]
Museen
⢠Bßchsenmacher- und Jagdmuseum im Schloss Ferlach
⢠Carnica-Bienenmuseum in Kirschentheuer
⢠Historama, Museum fßr Technik und Verkehr
⢠Museum der Kärntnerischen Eisen- und Stahlwerke (KESTAG) im Rahmen des Historama
⢠Haus Loibltal 1
Bauwerke
⢠Schloss Ferlach
⢠Katholische Pfarrkirche Ferlach hl. Martin
⢠Katholische Pfarrkirche Glainach hl. Valentin
⢠Katholische Pfarrkirche Kappel an der Drau
⢠Katholische Filialkirche Dollich hl. Josef
⢠Katholische Pfarrkirche Waidisch hl. Antonius
⢠Katholische Pfarrkirche Windisch Bleiberg hl. Erhard
⢠Bezirksgericht Ferlach
Objekt zum Thema âKärntner Volksabstimmung 1920â in ReĂnig
Die Idee eines Denkmals zur Erinnerung an die Kärntner Volksabstimmung stammt vom KĂźnstler Rolf Gutenberger. Die technische Umsetzung erfolgte durch den Kunstschmied Markus Pirker unter Mithilfe der HTBL Ferlach. Symbolhafte Darstellung der neun Bundesländer Ăsterreichs in Anlehnung an die Form des ZauberwĂźrfels. Das sĂźdlichste Bundesland Kärnten droht aus der Formation zu kippen und wird durch die zwei Figuren in die ursprĂźngliche Position zurĂźckgeschoben. Diese beiden Figuren symbolisieren den deutschen und windischen Kärntner, die gemeinsam fĂźr die Heimat kämpften und mit den grĂźnen Stimmzetteln dazu beitrugen, dass Kärnten bei Ăsterreich verblieb. Der Durchbruch auf der Herzseite steht fĂźr die Abstimmungszettel (âGesinnung im Herzen tragendâ), das Kiesbett als Symbol fĂźr die Drau. Der Stein, auf dem das Projekt ruht, ist Krastaler Marmor.
Natur
⢠Tscheppaschlucht
⢠Drau-Stausee bei Glainach mit sommerlichem Fährbetrieb
⢠Badesee in ReĂnig
⢠Bodental
Eine groĂteils unasphaltierte FahrstraĂe fĂźhrt von Windisch Bleiberg ins Bärental und erreicht am sogenannten Krischnig-Sattel im Ortsteil Strugarjach mit 1086 m SeehĂśhe ihren Kulminationspunkt. Der Krischnig-Sattel liegt zwischen zwei Vorbergen der Karawanken, im Norden der Sinacher Gupf (1577 m) und im SĂźden der weniger bekannte Ausläufer des Kosiak (2024 m), der GroĂe Rain (1464 m). Bis dorthin ist sie Ăśffentlich befahrbar, die als privat gekennzeichnete, ins Bärental weiterfĂźhrende StraĂe ist im Bereich Stornig-GehĂśft mit einem Schranken abgesperrt und einem Fahrverbot beschildert. Wandern ist jedoch allzeit mĂśglich. Naturfreunde aus der näheren und auch weiteren Umgebung nutzen den Sinacher Gupf als Ausflugsziel, von dessen Gipfel sich ein Ausblick auf das nĂśrdlich gelegene Rosental sowie den Sattnitz-HĂśhenzug bietet. Ein weiteres Highlight ist die Wanderung zum Talschluss des Bodentales mit der âMärchenwieseâ unter den mächtigen Felswänden der Vertatscha; im Winter endet hier auch die Langlaufloipe, die beim Gasthaus Sereinig beginnt und etwa 150 HĂśhenmeter Ăźberwindet.
Sport und Freizeit
Der bekannteste Sportverein ist der SC Ferlach, dessen Handballsektion in der Saison 2020/21 in der hĂśchsten Ăśsterreichischen Spielklasse, der HLA, spielte.
Durch die Ortschaft Waidisch und Ăźber das Ferlacher Horn verläuft der SĂźdalpenweg, ein Ăśsterreichischer Weitwanderweg von Bad Radkersburg nach Sillian. Zwischen dem Matschacher Sattel und dem Eselsattel verlaufen auch der Kärntner Grenzweg, der Panoramaweg SĂźdalpen und der Julius Kugy Alpine Trail, Etappe 2 (ĂAV/Landesverband Kärnten).cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftssektoren
Von den 212 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 172 im Nebenerwerb gefĂźhrt. Ăber sechzig Prozent der Produktionsbetriebe stellten Waren her, fast ein Drittel waren Baufirmen. Die grĂśĂten Arbeitgeber waren die Bereiche Warenherstellung (864 Erwerbstätige) im Produktionssektor sowie soziale und Ăśffentliche Dienste (525 Mitarbeiter) und Handel (278 Mitarbeiter) im Dienstleistungssektor (Stand 2011).cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Anzahl Betriebe | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | Erwerbstätige | Erwerbstätige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftssektor | 2021 [ 17 ] | 2011 | 2001 | 2021 [ 17 ] | 2011 | 2001 |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 61 | 212 | 272 | 96 | 72 | 57 |
| Produktion | 101 | 85 | 84 | 1730 | 1110 | 1062 |
| Dienstleistung | 387 | 349 | 264 | 1549 | 1235 | 1273 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021
Handwerk
Seit 500 Jahren ist Ferlach ein Zentrum der handwerklichen Jagdwaffenherstellung.cite-ref-18[18] Ein Schwerpunkt der Arbeit der BĂźchsenmacher sind hochwertige Stutzen.
Bildung
⢠Berufsschule Ferlach
⢠HTBLuVA Ferlach
⢠Neue Mittelschule Ferlach
⢠Volksschulen (VS 1, VS 2 Sßd, VS 3)
Verkehr
Durch das Gemeindegebiet von Ferlach fĂźhren die Loiblpass StraĂe (B 91) als VerbindungsstraĂe von Klagenfurt nach TrĹžiÄ (Neumarktl) sowie die Rosental StraĂe (B 85).
Die Rosentalbahn fĂźhrt Ăźber Maria Rain nach Weizelsdorf, von wo die Lokalbahn Ferlach-Weizelsdorf abzweigt, und weiter bis nach Rosenbach, wo sie mit der Karawankenbahn zusammentrifft.
Bis Mitte der 1950er Jahre wurde der Bahnhof Ferlach noch im Personenverkehr bedient. Die Bahnstrecke der sogenannten Ferlacher Bahn gehĂśrt heute der Gemeinde und wird vom Verein der NBiK im Nostalgieverkehr betrieben.
Ferlach ist ein Knotenpunkt fĂźr den Ăśffentlichen Verkehr. In Ferlach kommen Buslinien von ĂBB-Postbus und des privaten Busunternehmens Juwan zusammen. Zudem wird der in Ferlach liegende Bahnhof Weizelsdorf seit 2011 durch die S-Bahn-Linie S3 bedient. Der direkte Busverkehr (Montag bis Freitag) von Klagenfurt nach Ferlach wurde im Zuge dieser Umstellung weitgehend eingestellt; lediglich einige Kurse am Morgen und am Abend werden noch mit Bussen bedient. Die S-Bahn verkehrt wochentags stĂźndlich, am Wochenende zweistĂźndlich.
⢠Postbus AG (ein Unternehmen der ĂBB)
⢠Ferlach â Klagenfurt (einige Kurse, sowie Samstag, Sonn- und Feiertag)
⢠Ferlach â Rosenbach
⢠Ferlach â Unterloibl â Klagenfurt
⢠Ferlach â Feistritz im Rosental
⢠Juwan Kärntenbus
⢠Ferlach â Abtei
⢠Ferlach â Zell/Sele
⢠Ferlach â Bodental/Poden
Weiters wird im Sommer eine Linie zur Tscheppaschlucht und zurĂźck gefĂźhrt.
Der Flugplatz Ferlach-Glainach liegt etwa 2,5 km Ăśstlich des Zentrums von Ferlach in der Ortschaft Glainach.
Politik
Stadtrat und BĂźrgermeister
Der Stadtrat (Stadtregierung) besteht aus 7 Mitgliedern:
⢠BĂźrgermeister Ingo AppĂŠ (SPĂ)cite-ref-ktnbgmw2021-20405-19-0[19]
⢠1. VizebĂźrgermeister Christian Gamsler (SPĂ)
⢠2. VizebĂźrgermeisterin Monika Klengl (geb. PajnogaÄ) (SPĂ)
⢠Stadträtin Pia Mikel (SPĂ)
⢠Stadtrat Thomas Lausegger (SPĂ)
⢠Stadträtin Helga Seeber (ĂVP)
⢠Stadtrat Dominic Keuschnig (FPĂ)
Liste der BĂźrgermeister von Ferlach
Ignaz Just, 1849â1872 Philipp Poschinger, 1872â1886 Johann Doujak, 1886â1904 Josef Ogris, 1904â1918 Johann Schaschl (1. Mal), 1918/19 Ludwig Borovnik, 1919/20 Johann Schaschl (2. Mal), 1920/21 Ignaz Weghofer, 1921â1928 Andreas Ebner, 1928â1934 Hans Richter, 1945/46 Josef SchĂśnlieb, 1946â1950 Franz Lang, 1950â1958 Thomas Sorgo, 1958â1973 Anton Woschitz, 1973â1985 Helmut Krainer, 1985â2002 Ingo Appe, seit 2002
Gemeinderat
Wappen
Das zentrale Motiv des Ferlacher Wappens ist die FÜhre, der Baum und die ihn näher kennzeichnenden Zapfen stehen fßr den Orts- bzw. den Gemeindenamen. Die ßberkreuzten Nägel spielen auf die Nagelschmieden an, die in Ferlach seit der frßhen Neuzeit betrieben wurden, und das Gewehr und die Zielscheibe auf die Ferlach seit dem 16. Jahrhundert prägende Waffenherstellung.
Das Wappen wurde der Stadtgemeinde erstmals am 27. August 1960 verliehen, eine Neuverleihung erfolgte am 20. Juni 1973. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet:
âRoter Halbrundschild mit schwarzstämmigem grĂźnen FĂśhrenbaum, rechts oben von zwei silbernen gekreuzten Nägeln, links oben von einem nach unten gerichteten silbernen FĂśhrenzapfen und links unten von einem silbernen Gewehr beseitet, von dessen Lauf eine silbern und schwarz konturierte rote SchĂźtzenscheibe Ăźberlegt ist.âcite-ref-27[26]
Die Fahne ist Rot-GrĂźn mit eingearbeitetem Wappen.cite-ref-28[27]
PersĂśnlichkeiten
⢠Hans Schmidt von und zu Helding (1600â1669), Ahnherr der Ferlacher BĂźchsenmacherschaft
⢠Ignatz Jakob Hubmershofen von Silbernagl (* 1755), Gewerkeinhaber in Ferlach und Waidisch, Stifter der Kirchen in Dollich und Waidisch, Verteidiger des Loiblpasses gegen die Franzosen
⢠Jakob II. Peregin Paulitsch (* 27. April 1757), erster nichtadeliger Fßrstbischof von Gurk
⢠Mathias Rulitz (1805â1880), Jurist und Politiker
⢠Anton Gregoritsch (1868â1923), Offizier, Maler, Kriegszeichner
⢠Stefan Singer (* 22. Dezember 1871), ehemaliger Dechant, Ehrendomherr in Kappel an der Drau, Historiker (Geschichte mehrerer Sßdkärntner Dekanate, 1934 und 1935) im Konzentrationslager Dachau im Bunker inhaftiert
⢠Hermann Poschinger (1886â1965), Lehrer und akademischer Maler
⢠Josef Friedrich Perkonig (1890â1959), Erzähler, Dramatiker, Autor von HĂśr- und Fernsehspielen, Filmproduzent, Lehrer sowie EhrenbĂźrger der Stadt Ferlach
⢠Edgar Geramb (1895â1967), Stadtpfarrer von 1932 bis 1967, Jugendpädagoge
⢠Ivan/Johann Doujak (1905â1943), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, hingerichtet am 29. April 1943 in Wien
⢠Peter Tschauko (1852â1904), Arzt, Weltreisender, Naturforscher und Sammler
⢠Johann Ciesciutti (1906â1997), Lyriker âBaraberdichterâ, EhrenbĂźrger der Stadt Ferlach
⢠Josef Ribitsch (1908â1944), Widerstandskämpfer und Partisan
⢠Anton Woschitz (1925â2004), Schuldirektor, BĂźrgermeister und Abgeordneter zum Ăśsterreichischen Nationalrat
⢠Odo J. Struger (1931â1998), Pionier in der industriellen Elektronik, maĂgeblich an der Entwicklung der ersten Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) beteiligt
⢠Ewald Kropfitsch (* 1934), Jurist
⢠Alfred Ogris (* Februar 1941), Univ. Dozent, bedeutender Historiker, ehemaliger Landesarchivdirektor von Kärnten
⢠Helmut Schmid (1942â2018), einer der bedeutendsten Typografen des 20. Jahrhunderts
⢠Thomas Partl (* â1947), Vorsteher des Bezirksgerichts Ferlach und Präsident des Kärntner FuĂballverbands
⢠Wolfgang Petritsch (* 1947), Diplomat, Schriftsteller, seit 4. März 2008 Botschafter der Republik Ăsterreich bei der OECD in Paris, frĂźherer Hoher Repräsentant fĂźr Bosnien und Herzegowina, EhrenbĂźrger der Stadt Ferlach
⢠Andreas P. Pittler (* 1964), Schriftsteller, lebt seit 2020 in Ferlach
⢠Josef A. Schmid (* 1951), Automobilmanager, CEO von Mazda Motors Deutschland
⢠Alois KĂśchl (* 1951), Akademischer Maler, Träger des Goldenen Verdienstzeichen der Republik Ăsterreich im Bereich Kultur, lebte bis 1987 ein Jahrzehnt lang in Unterbergen.cite-ref-29[28]
⢠Sieglinde Winkler (* 1966), Skirennläuferin
⢠Marian Klopcic (* 1992), Handballspieler
Literatur
⢠Rainer Adamik: Ferlacher Chronik. Ein geschichtlicher Ăberblick Ăźber die Ereignisse im Gemeindegebiet. Herausgegeben vom Kulturring Ferlach, Eigenverlag, 2009, 80 Seiten.
⢠Stephan Singer: Kultur- und Kirchengeschichte des unteren Rosentales. Dekanat Ferlach. Kappel 1934. Im Selbstverlage des Verfassers.
⢠Hans M. Tuschar: Ferlach. Geschichte und Geschichten. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 1996, 512 Seiten, ISBN 3-85366-816-X.
⢠Dekanalamt Ferlach (Hg.) / Dekanijski urad Borovlje (izd.): Dekanat Ferlach, Geschichte und Gegenwart = Dekanija Borovlje, zgodovina in sedanjost. Klagenfurt/Celovec [e. a.] 2012.
⢠Hans M. Tuschar: Vertraute Einschicht. (Windisch Bleiberg, Bodental, Loibltal). Ferlach, Eigenverlag 2019, 464 Seiten, ISBN 978-3-9504627-3-9
Weblinks
Commons
: Ferlach
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Stadtgemeinde Ferlach
⢠20405 â Ferlach. Gemeindedaten der Statistik Austria
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-at-ortschaft-quelle-11. â Statistik Austria: BevĂślkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
cite-note-22. â Heinz-Dieter Pohl: Ortsverzeichnis mit kurzgefasster Etymologie. 29. Oktober 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 29. Oktober 2013; abgerufen am 11. Juli 2020.
cite-note-33. â Stephan Singer: Kultur- und Kirchengeschichte des unteren Rosentales, S. 166.
cite-note-44. â Hans M. Tuschar: Ferlach. Geschichte und Geschichten, S. 111.
cite-note-55. â K.K. Statistische Central-Commission, Special-Orts-Repertorien der im Oesterreichischen Reichsrathe vertretenen KĂśnigreiche und Länder. Band V: Kärnten (Wien 1883), S. 16.
cite-note-kaernten-orf-at-66. â Christian WehrschĂźtz: Neue Erkenntnisse zu Partisanengewalt. In: orf.at. 11. Juni 2011, abgerufen am 11. Juli 2020.
cite-note-77. â Christian WehrschĂźtz: Partisanengewalt in Kärnten nach 1945. In: wehrschuetz.at. 10. Juni 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 11. Juli 2020; abgerufen am 11. Juli 2020.
cite-note-88. â Florian T. Rulitz: Die TragĂśdie von Bleiburg und Viktring. Partisanengewalt in Kärnten am Beispiel der antikommunistischen FlĂźchtlinge im Mai 1945. Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2011, ISBN 978-3-7086-0616-3, S. 235.
cite-note-99. â Florian T. Rulitz: Die TragĂśdie von Bleiburg und Viktring. Partisanengewalt in Kärnten am Beispiel der antikommunistischen FlĂźchtlinge im Mai 1945. Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2011, ISBN 978-3-7086-0616-3, S. 219.
cite-note-1111. â Ferlacher BĂźchsenmacher*innen. Traditionelles Handwerk in Kärnten, aufgenommen 2010. In: Ăsterreichische UNESCO-Kommission. Abgerufen am 11. Juli 2020.
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cite-note-2726. â zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 92
cite-note-2827. â Ferlach Wappen- und Fahnenverleihungsurkunde. (PDF) Kärntner Landesregierung, 20. Juni 1973, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 2. Dezember 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ktn.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-2928. â kaernten ORF at red: Goldenes Ehrenzeichen fĂźr Alois KĂśchl. 15. Februar 2022, abgerufen am 11. Februar 2025.